Tourismusrecht
Lexikon

Höhere Gewalt

Im Pauschalreiserecht beschreibt höhere Gewalt unvermeidbare und außergewöhnliche Umstände außerhalb der Kontrolle der betroffenen Partei, deren Folgen auch mit zumutbaren Vorkehrungen nicht hätten verhindert werden können.

Kurz erklärt

Im österreichischen Pauschalreiserecht geht es um Ereignisse, die außerhalb der Kontrolle der Partei liegen, die sich darauf beruft. Maßgeblich ist, ob die Folgen trotz aller zumutbaren Vorkehrungen nicht vermeidbar waren. Bei einer Pauschalreise kann etwa ein schweres Sicherheitsrisiko, eine Naturkatastrophe oder eine erhebliche Gesundheitsgefahr am Reiseziel entscheidend sein.

Für Reisende kommt es zusätzlich darauf an, ob die Durchführung der konkreten Reise am Reiseziel oder in dessen unmittelbarer Umgebung erheblich beeinträchtigt wird. Ist das der Fall, kann ein gesetzliches Recht zum kostenfreien Rücktritt vom Pauschalreisevertrag bestehen. Ob eine konkrete Stornierung darunterfällt, hängt von den Umständen, dem Vertrag und den betroffenen Reiseleistungen ab. Die Einordnung sollte mit dem Schwerpunkt Pauschalreise und Reiseveranstalter abgeglichen werden.

Allgemeine Orientierung, keine Beratung.

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