Für die erste Prüfung brauchen Sie mehr als einen Grundbuchauszug. Sammeln Sie Flächenwidmungs- und Bebauungsunterlagen, Baubewilligung, Benützungsbewilligung, allfällige raumordnungsrechtliche Bescheide und Nachweise zum Freizeitwohnsitz. Bei einem Kauf gehören auch Zusicherungen des Verkäufers sowie offene Behördenverfahren in die Prüfung.
Ergänzen Sie den geplanten Ablauf schriftlich. Beschreiben Sie Mindestaufenthalt, Zielgruppe, Buchungskanal, Reinigung, Wäsche, Schlüsselübergabe, Preisgestaltung und die Person mit Gästekontakt. So lässt sich das tatsächliche Modell mit den Genehmigungen vergleichen. Unklare Begriffe wie „Feriennutzung“ oder „private Vermietung“ sollten durch konkrete Abläufe ersetzt werden.
Bei einem laufenden Betrieb sind Buchungsdaten, Plattformbedingungen, Einnahmenaufstellungen und frühere behördliche Kommunikation hilfreich. Sie zeigen, wie die Immobilie tatsächlich genutzt wurde. Für eine rechtliche Beurteilung ist außerdem wichtig, ob die bisherige Nutzung mit dem geplanten Modell fortgesetzt oder deutlich erweitert werden soll.